Die Zuchtperle![]() Das obige Bild zeigt Akoya-, Süßwasser- und Südseeperlen in den Schalen der Muscheln, die zur Zucht verwendet werden. Sie sehen deutlich, wie klein und zart die Muschel ist, in der die Akoyaperle heranwachst. Dagegen ist die Süßwassermuschel viel robuster und größer. Am größten ist die Südseemuschel – so ist es nicht verwunderlich, dass in ihr Perlen bis 20mm und sogar darüber heranwachsen können. Hunderte von Jahren versuchten Chinesen und andere Völker Perlen zu züchten. Schon 1000 Jahre vor Christus legten Chinesen Abgüsse von kleinen Buddhas in Muscheln, die dann mit einer Perlmuttschicht überzogen wurden. Doch erst vor einem Jahrhundert gelang es Japanern, runde Perlen zu züchten. Diese Erfindung kam zu einem Zeitpunkt, als die Vorräte an Naturperlen aufgrund von Überfischung und Umweltverschmutzung stark zurückgegangen waren. Die neue Technik führte zu einer Revolution des Perlenhandels. Der heutige Perlenmarkt ist ein Zuchtperlenmarkt. Unterschied zwischen Naturperle und ZuchtperleGenau wie die Naturperle ist die Zuchtperle ein natürliches Produkt. Genau wie die Naturperle entsteht und wächst die Zuchtperle im Inneren der Perlmuscheln.. Die Eigenschaften von Zuchtperlen und Naturperlen, die chemische Zusammensetzung, die Härte und die optischen Eigenschaften sind gleich. Auch das spezifische Gewicht der Zuchtperlen, entspricht, wenn sie kernlos sind, dem der Naturperlen. Der Unterschied zwischen Natur- und Zuchtperle, besteht darin, dass der Mensch eingreift, um in der Muschel Bedingungen zu schaffen, die die Produktion einer Perle begünstigen. Der Muschel wird ein Gewebeteil einer anderen Muschel eingesetzt . Dies ist ein äußerst komplizierter Eingriff, der weltweit nur von wenigen Experten ausgeführt werden kann. Je nachdem, ob es sich um Zuchtperlen ohne Kern oder mit Kern handelt, wird zusätzlich zu dem Gewebeteil noch ein Perlmuttkern eingesetzt.. Nachdem die Muschel vom Menschen auf diese Weise „operiert“ wurde, wird sie ins Wasser in ihr natürliches Umfeld gesetzt und über eine Periode von 2 bis 6 Jahren beobachtet und gepflegt. In regelmäßigen Abständen wird sie gereinigt. Immer wieder wird geprüft, ob die Lebensbedingungen für die Muschel gut sind, ob Qualität und Temperatur des Wassers optimal sind. Die Zucht bleibt schwierig und vieles beruht auf Naturvorgängen, die sich der Kontrolle der Züchter entziehen. So entstehen immer wieder große Verluste durch Phänomene wie die Algenpest, durch Umweltverschmutzungen, durch Taifune und Erdbeben.
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